Eine Wiese. Eine grüne weite Wiese, sonnenbeschienen. Schwalben kreisen elliptisch über den Feldern, und nur das leise, manchmal aufbrausende Rauschen des Windes unterbricht die natürliche Stille. Friedlich ist das Wort das mir dazu einfällt. Inmitten dieses Friedens liegst du, auf einer Picknickdecke, barfuß, die Augen in das unendliche Blau gerichtet. Die Brise streichelt die Wangen. Den Tag verschlafen inmitten dieser Ruhe - das geht. Und die Vorstellung davon, die zugleich auch eine entfernte Erinnerung ist, fühlt sich schön an. Befreiend.
Wenn mein Kopf mir solche Bilder sendet, wenn ich alle Wecker verschlafe, wenn ich wirres Zeug träume und die einfachsten Dinge als Stress empfinde: dann brauche ich Urlaub. Echten Abschalturlaub. Wegfahren und hinter sich lassen. Weil Anderswo anders ist und eine Erholung vom Immer.
Ich wünschte mir nur manchmal einen körperlichen Signalmesser der laut aufpiepst noch bevor es zum Low Fuel kommt. Irgendwo gab’s da in der Funktionsverteilung Fehler. Manchmal werde ich zu wichtigen Terminen am Wochenende krank. Das ist ein wichtiges Signal. Diesmal bleibt es aus.
Die Balance zwischen zuviel und zuwenig Leben ist eine schwierige Angelegenheit. Grade ist mir nach weniger. Nach Kopf frei. Nach dieser Wiese und schlafen bis in den Sonnenuntergang. Das Leben leicht nehmen. Wenn ich in diesem Zustand bin, burned out, fällt mir das schwer.
Gut ist es da, dass es nur noch zwei Wochen bis Hamburg sind.
Und ich überlege schon: Laptop zuhause lassen?